Duplicate entry '54.144.6.40-2017-06-22' for key 'ip' Gedankenchaos | Gedichte
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Weißt Du noch,
wie ich Dir die Sterne vom Himmel
holen wollte,
um uns einen Traum zu erfüllen?
Aber
Du meintest,
sie hingen viel zu hoch ...!
Gestern
streckte ich mich zufällig
dem Himmel entgegen,
und ein Stern fiel
in meine Hand hinein.
Er war noch warm
und zeigte mir,
daß Träume vielleicht nicht sofort
in Erfüllung gehen;
aber irgendwann ...?!

(Markus Bomhard)


 

Einsam!

Manchmal fühle ich mich so allein, dass ich vor Einsamkeit sterben könnte.
Manchmal fühle ich mich so einsam, dass mich das einfach am boden nieder reist.
Manchmal fühle ich mich so allein, dass wenn ich denke ich habe es geschaft und dann fall ich wieder aus der Bahn.
Es ist schlimm zu wissen, dass man allein ist, weil man keinen hat der einen zuhört.
Weil es einem so zu Boden wirft, dass man kaum denkt, dass man wieder aufsteht.
Aber irgendwie gibt es immer einen Weg, der einem hilft, wieder mit den Füßen auf den Boden zu kommen.

 

((Simon Bayer )




Todesengel


Manchmal sehe ich nachts einen Engel
an meinem Bettrand sitzen,
der schluchzt und weint.
Seine Flügel sind gebrochen.
Tief gräbt er sein Gesicht in seine Hände...
Über seine Finger läuft Blut,
pochend und eiskalt.
Ich frage ihn: Warum weinst du?
Er blickt mich an,
lässt seine Hände in seinen Schoss sinken...
ich sehe seine Tränen...
seine Tränen aus Blut.
Warum ich weine, fragt er mich.
Weißt du denn nicht, was ich beweine?
Nein, sage ich.

Ich beweine nichts geringeres als deinen Tod...

 

(Verfasser unbekannt)

 



Würden wir es ihnen sagen...


Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist,
dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut,
sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich
ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend
ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wieviel ärmer wir
ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk
des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.

(Petrus Ceelen)




Sein

Mensch sein
Einfach sein
Niemand anders
Nur ich selbst
Mich nicht ändern müssen
Mich nicht selbst vermissen
Geliebt, geachtet, respektiert
Aufgefangen
Nicht gefangen
Einfach akzeptiert

(Christine Wunn)

 



Wenn du vor mir stehst und mich
ansiehst, was weißt du von den
Schmerzen, die in mir sind, und was
weiß ich von deinen. Und wenn ich
mich vor dir niederwerfen würde und
weinen und erzählen, was wüsstest
du von mir mehr als von der Hölle,
wenn dir jemand erzählt, sie ist heiß
und fürchterlich. Schon darum
sollten wir voreinander so ehrfürchtig,
so nachdenklich stehen
wie vor dem Eingang zur Hölle.

(Franz Kafka)




Dunkelste Stunden

Das sind die Stunden, die wir nicht begreifen!
Sie beugen uns in Todestiefen nieder
Und löschen aus, was wir von Trost gewußt,
Sie reißen uns geheimgehaltene Lieder
Mit blutend wunden Wurzeln aus der Brust,
Und doch sind das die Stunden, deren Last
Und Stille lehrt und innerlichste Rast
Und die zu Weisen uns und Dichtern reifen

 

(Hermann Hesse)




Hunger

Schmerzender Hunger,
auf Liebe,
auf Geborgenheit,
auf Akzeptanz,
auf Zärtlichkeit.

Brennender Hunger,
auf Harmonie,
auf Perspektive,
auf Glück,
auf Träume.

Verbitterter Hunger,
auf Gefühle,
auf Freunde,
auf Familie,
auf Zukunft.

Trauriger Hunger,
auf Glauben,
auf Neues,
auf Freude,
auf Leben.

Wütender Hunger,
auf Vertrauen,
auf Umarmung,
auf Tränen,
auf Seele.

Hunger zu vergessen.


(Verfasser unbekannt)




aufgerissen,
wimperntusche verlaufen,
lidschatten verwischt...
brille ein einzigster schleier
dreckig beschmutz
wurd schon lang nicht mehr geputzt..
doch dann der ausdruck in den augen,
so schrecklich,mann kann es kaum noch glauben..
grau und ohne ein funkeln,
tief und dunkel,
fast schon hypnotisierend blicken sie,
traurig,verzweifelt und angsltlich
ist sie...
aufgerissen und verschwommen,
sie sieht nur noch sehr benommen,
rot umrandet,schwarze ringe....
was ist es was sie quält??
was ist es was sie niemandem erzählt???

 

(Verfasser unbekannt)

 



Ich hatte das Gefühl

Ich hatte das Gefühl
ganz allein zu sein:
Einsamkeit.

Ich hatte das Gefühl
Ein einziges Fragezeichen zu sein:
Ratlosigkeit.

Ich hatte das Gefühl
vor verschlossenen Türen zu stehen:
Mutlosigkeit.

Ich hatte das Gefühl
mich nicht halten zu können:
Kraftlosigkeit.

Ich hatte das Gefühl
nie zur Ruhe zu kommen:
Rastlosigkeit.

Ich hatte das Gefühl
über ein "nie" nie hinauskommen zu können:

Hoffnungslosigkeit
Einsamkeit
Ratlosigkeit
Mutlosigkeit
Kraftlosigkeit
Rastlosigkeit

Ich hatte das Gefühl
kein Gefühl mehr zu haben.

Jetzt habe ich sogar das verloren.


 (Verfasser unbekannt)




Heile Welt

Du denkst an eine Heile Welt.
Gibt es denn eine Heile Welt?
Siehst du denn nicht den Schmerz,
die Einsamkeit, die Tränen auf der Welt?

Deine Heile Welt gibt es nicht.

(
Engelbert Schinkel)



Kennst du das auch?


Kennst du das auch, daß manchesmal
Inmitten einer lauten Lust,
Bei einem Fest, in einem frohen Saal,
Du plötzlich schweigen und hinweggehn mußt?

Dann legst du dich aufs Lager ohne Schlaf
Wie Einer, den ein plötzlich Herzweh traf;
Lust und Gelächter ist verstiebt wie Rauch,
Du weinst, weinst ohne Halt - Kennst du das auch?

(Hermann Hesse
)
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